Mein Wille geschehe - das unsichtbare Wunschkonto

Wer oder was spricht denn da? Zwischen 60.000 und 80.000 Gedanken schicken wir täglich in die Welt hinaus. Wissenschaftliche

Tests haben ergeben, dass unter dieser schier unvorstellbaren Gedanken-Datenmenge nur ca. 3 % positive und aufbauende Gedanken zu finden sind. Von allen anderen Gedanken sind

70% nebensächliche Gedanken

27% negative, destruktive Gedanken

Wen wunderts also, dass wir völlig unbewusst, Szenarien in unserem Kopf und in Folge in unserer Lebenssituation erschaffen, die wir eigentlich gar nicht haben wollen. Denn jeder Gedanke setzt im Gehirn eine biochemische Reaktion in Gang. Ganz automatisch. Dabei werden verschiedene Botenstoffe ausgeschüttet. Bei negativen Gedanken sind es Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol, Cytokine und Histamine. Bei positiven Gedanken werden Serotonin, Oxytocin, Dopamin, Endorphine und Vasopressin freigesetzt. Diese Botenstoffe führen dann in Folge zu entsprechenden Reaktionen auf der körperlichen Ebene. Es entsteht eine Kettenreaktion wie bei einem Dominospiel. Ein Stein bewirkt eine Reaktion beim nächsten Stein. So können wir z.B. bemerken, dass wir Schulter- oder Kopfschmerzen bekommen, wenn wir viele negative Gedanken kreisen lassen. Ebenso aber auch ein Hochgefühl und Tatendrang empfinden, wenn wir in positiven Gedanken verweilen.

 

Das ist folgendermaßen vergleichbar: Wir werfen einen Brief in den Briefkasten und mit allergrößter Wahrscheinlichkeit (von möglichen Ausnahmen abgesehen), wird dieser Brief transportiert und bei der angegebenen Adresse abgeliefert. Einmal im Briefkasten gelandet, können wir den Brief nur mir enormen Aufwand tatsächlich "wieder zurück holen". In den allermeisten Fällen wird der Brief beim Adressaten ankommen und wir erhalten nun eine (für uns nicht kontrollierbare) Reaktion auf unser Schreiben. Der einzige Unterschied ist, dass wir beim Absenden von unbewussten Gedanken, die genaue Anschrift noch nicht kennen. Es erübrigt sich von selbst, dass wir damit keine Kontrolle über sämtliche mögliche Adressen haben. Das kann mitunter heikel oder gar brenzlig werden - schließlich handelt es sich um sehr persönliche Informationen, die nun unterwegs sind und durchaus Schaden anrichten können. Im Allgemeinen wird ein Mensch sich in einer derartigen Situation in einer gefühlten Opferrolle wahrnehmen und völlig unbeteiligt an dem Entstehen der Situation. Und damit hat er auch Recht. Zumindest, was die bewusst abgeschickten Gedanken betrifft. Da jedoch der größte Prozentsatz aus unbewussten Gedanken, die aus persönlichen Erlebnissen, familiären und gesellschaftlichen Konditionierungen und sogar vererbten Ahnenthemen besteht, liegt hier ein riesiges Potential, was man für sich erschließen kann.

 

Dies erfordert jedoch kontinuierliche Arbeit, denn was über Jahre oder gar Jahrzehnte entstanden ist und als Blaupause in uns automatische Reaktionen hervorruft, kann nicht innerhalb von einem Wochenende "überschrieben" werden. Hinzu kommen die oftmals außer acht gelassenen Themen eines Menschen, die er für sein Seelenwachstum während seines Erdenlebens erfährt. Was können wir also tun? Zum einen ist es hilfreich einen achtsamen und bewussten Umgang mit seiner Gedankenwelt zu etablieren. Dies bedeutet, immer wieder zwischendurch kurz innezuhalten und seine Gedanken bezüglich einer Situation oder Reaktion wahrzunehmen. Wir werden zum Beobachter und können nun auf negative Gedankenmuster reagieren, indem wir die Gedanken bewusst stoppen und aktiv umlenken - in eine positive (von uns gewünschte) Richtung. Zudem ist es zu empfehlen, sich mit seinen Konditionierungen, die ununterbrochen im Hintergrund aktiv sind, auseinander zu setzen. Dies kann so aussehen, dass man sich die Familien- und Ahnenthemen einmal genauer anschaut und überprüft, was man womöglich ungewollt übernommen hat und dadurch wiederkehrende Situationen in seinem Leben erschafft und erfährt. Ebenso dürfen auch gesellschaftliche Normen nach Sinnhaftigkeit betrachtet und überdacht werden. Z.B. ob sie den eigenen Wertevorstellungen überhaupt (noch) entsprechen. Stellt man fest, dass dies gar nicht so stimmig ist, darf man sich fragen, wie man überhaupt leben möchte und wie man eigene Werte konkret definiert. Dies hilft, ein für sich passendes Wertesystem herauszukristallisieren, damit es dann im realen Leben immer mehr die Führung übernehmen zu lassen. Das hört sich im Grunde sehr einfach an, doch da die meisten Konditionierungen auf unbewusster Ebenen abgespeichert und wirksam sind, bedarf es zu einem hohen Maß an Disziplin, Geduld und auch einem liebevollen Zulassen, dass man immer wieder an der einen oder anderen Stelle in die alte Fahrbahn hinein schlittert. Dies sollte uns nicht entmutigen, dran zu bleiben und uns selbst mit einem Augenzwinkern auf die Schultern zu klopfen. Denn das ist eine Höchstleistung, die wir da vollbringen und darauf können wir stolz sein.

 

© Claudia Castillon


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